Die globalen Energiemärkte zeigen eine bemerkenswerte Stabilität, wobei die Benzinpreise in den USA ein Vierjahrestief erreicht haben. Dieser positive Trend resultiert hauptsächlich aus der Deeskalation der Spannungen zwischen Iran und Israel, die die Sorgen vor Unterbrechungen der wichtigen Ölversorgung aus dem Nahen Osten erheblich gemindert hat. Der landesweite Durchschnittspreis für Normalbenzin hat sich bei 3,20 US-Dollar eingependelt, was eine Rückkehr des Marktes zu den Preisen vor dem Konflikt nach einer kurzen Phase der Volatilität widerspiegelt.
Anfängliche Marktreaktionen verdeutlichten die Sensibilität von Rohöl. Nach Berichten über US-Angriffe stiegen die Erdöl-Futures kurzzeitig auf 78 US-Dollar pro Barrel, doch dieser Anstieg löste sich rasch auf, als der Markt die tatsächlichen Versorgungsrisiken neu bewertete.
Marktdynamik und Prognosen
Andy Lipow, Präsident von Lipow Oil Associates, weist darauf hin, dass die Ölpreise weiterhin unter dem Druck eines reichlichen globalen Angebots, der anhaltenden Produktionssteigerungen der OPEC+ und einer hartnäckig gedämpften weltweiten Ölnachfrage stehen.
Lipow prognostiziert eine kurzfristige Stabilität der Benzinpreise bis zum Feiertag des 4. Juli und erwartet einen moderaten Rückgang von 3 bis 5 Cent pro Gallone. Regional werden Verbraucher in Kalifornien voraussichtlich einen leichten Anstieg erleben, da die staatliche Verbrauchsteuer auf Benzin am 1. Juli von 59,6 auf 61,2 Cent pro Gallone steigt.
Die entscheidende Rolle der Straße von Hormus
Ein entscheidender Faktor für die aktuelle Ruhe ist das drastisch reduzierte Risiko einer Schließung der Straße von Hormus. Diese wichtige Wasserstraße, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und dem Arabischen Meer verbindet, wird von der Energy Information Administration (EIA) als entscheidender globaler Ölengpass anerkannt. Im Jahr 2024 transitierten etwa 20 Millionen Barrel pro Tag – 20 % des weltweiten Verbrauchs an flüssigen Erdölerzeugnissen – durch sie. Das Marktvertrauen wurde zudem durch Äußerungen von Präsident Donald Trump gestärkt, die Chinas Potenzial für den Kauf von iranischem Öl andeuten und damit die Risiken für regionale Schifffahrtsanlagen mindern.
Potenzielle Risiken und wirtschaftliche Auswirkungen
Trotz der aktuellen Stabilität birgt eine Schließung der Straße von Hormus erhebliche wirtschaftliche Risiken. Lipow schätzt, dass die Ölpreise auf 100 US-Dollar pro Barrel steigen könnten, sollten die Exporte unterbrochen werden, was einem Anstieg von etwa 75 Cent pro Gallone entsprechen würde. Drastischere Prognosen legen nahe, dass die Preise auf 120 bis 130 US-Dollar pro Barrel eskalieren könnten, was einen deutlichen Anstieg der Benzinpreise um 1,25 US-Dollar pro Gallone zur Folge hätte.
Zugrundeliegende Faktoren und politischer Einfluss
Energiemarktanalyst Phil Flynn führt die reduzierte geopolitische Risikoprämie bei den Ölpreisen direkt auf die Neutralisierung des iranischen Atomprogramms zurück, wovon die Verbraucher profitieren. Flynn verweist zudem auf ein produktionsfreundlicheres Umfeld, das durch die aktuelle Regierung gefördert wird. Die Signale von Präsident Trump für vorteilhafte Regulierungen, einschließlich realistischer Ölproduktionspläne und beschleunigter Genehmigungsverfahren für Raffinerien, werden als förderlich für langfristige Verbrauchereinsparungen und eine umfassendere Inflationskontrolle angesehen.

Felix schreibt über Kurse, als wären sie Charaktere in einer Soap – mit Drama, Wendungen und gelegentlichen Crashs. Er hat eine Schwäche für Diagramme, benutzt das Wort „Volatilität“ in Alltagsgesprächen und bringt sogar seine Katze dazu, die DAX-Tabelle täglich zu beobachten. Sein Lieblingsspruch: „Buy the dip – und den Kaffee gleich dazu.“