Wall-Street-Analysten signalisieren zunehmend Vorsicht für ein Trio etablierter Unternehmen: Paramount Global, AT&T und 3M. Diese einstigen Säulen ihrer jeweiligen Branchen sehen sich nun erheblichen Gegenwinden durch steigende Schulden, stagnierende Kerngeschäfte und anhaltende Rechtsstreitigkeiten gegenüber. Anleger, die Aktien dieser Unternehmen halten, müssen möglicherweise ihre Positionen neu bewerten, da die vorherrschende Meinung unter Wall-Street-Analysten darauf hindeutet, dass es ratsam sein könnte, einen Ausstieg in Erwägung zu ziehen, anstatt auf eine mögliche Erholung zu warten.
Der aktuelle Marktkonsens zu diesen Traditionsmarken deutet auf eine signifikante Verschiebung hin, wobei ein erheblicher Teil der Wall-Street-Analysten einen Verkauf empfiehlt. Diese Abweichung von der bisherigen Performance unterstreicht einen kritischen Punkt, an dem das Anlegervertrauen schwindet und eine Neubewertung erforderlich ist, ob eine fortgesetzte Investition gerechtfertigt ist oder ob eine Veräußerung die ratsamere Strategie darstellt.
Paramount Global leidet unter dem Streaming-Krieg
Paramount Global, ein historischer Riese im Unterhaltungssektor, kämpft mit den immensen Kosten, die mit dem Streaming-Krieg verbunden sind. Das Unternehmen verzeichnet rückläufige Einnahmen aus traditionellen Fernsehgeschäften und gleichzeitig erhebliche Ausgaben, um mit etablierten Streaming-Diensten wie Netflix und Disney+ zu konkurrieren. Dieser doppelte Druck hat die Finanzberichte ins Minus gedrückt. Bemerkenswerterweise empfehlen über 40 % der Analysten einen direkten Verkauf der Aktie, ein klares Zeichen für nachlassende Marktgeduld. Trotz dieser Herausforderungen hat die Aktie von Paramount im Jahresverlauf bisher einen bemerkenswerten Anstieg von über 66 % verzeichnet, eine Performance, die von den zugrunde liegenden operativen Bedenken abgekoppelt zu sein scheint.
AT&Ts Dividendenattraktivität wird von Schulden überschattet
Für AT&T hält die Attraktivität der Dividende einige Anleger weiterhin bei der Stange, doch Analysten warnen, dass dies allein nicht ausreicht. Umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur haben AT&T mit erheblichen Schulden belastet, während das Kerngeschäft nur langsam wächst. Etwa ein Drittel des Marktes hat AT&T als "Verkaufen" eingestuft, während der Rest die Aktie hauptsächlich aus Trägheit und nicht aus starker Überzeugung hält. Obwohl die Dividende eine Rendite bietet, bleibt ihre Fähigkeit, substanzielle reale Erträge für die Aktionäre zu generieren, fraglich. Im vergangenen Monat ist die Aktie des Unternehmens um 11 % gefallen, verzeichnete jedoch für das Jahr 2025 einen Anstieg von 14,3 %.
3M navigiert durch Rechtsstreitigkeiten und schwindendes Vertrauen
3M, ein diversifizierter Hersteller, der alles von Klebstoffen bis hin zu industriellen Sicherheitsprodukten herstellt, sieht sich derzeit erheblichen operativen und finanziellen Herausforderungen gegenüber, die aus umfangreichen Rechtsvergleichen resultieren. Das Unternehmen ist verpflichtet, Milliarden von Dollar an Vergleichen für fehlerhafte Produkte zu zahlen, was seine finanziellen Reserven stark geschmälert und das Vertrauen der Anleger untergraben hat. Mehr als 35 % der Analysten haben 3M als "Verkaufen" eingestuft. Diejenigen, die die Aktie weiterhin halten, tun dies oft eher aus historischer Verbundenheit als aus fester Überzeugung hinsichtlich ihrer Zukunftsaussichten, was darauf hindeutet, dass das traditionelle Industriemodell möglicherweise keine Sicherheit mehr garantiert. Trotz dieser Bedenken ist die Aktie von 3M im Jahresverlauf um 18,7 % gestiegen.