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2025-10-15 08:20 Lesezeit: 5 Min
Analyse +2

ETF-Industrie knackt 1 Billion Dollar Jahreszufluss-Rekord

Der Sektor der Exchange Traded Funds (ETFs) hat in diesem Monat mit beispielloser Geschwindigkeit einen Meilenstein von 1 Billion US-Dollar an verwalteten Vermögenswerten erreicht. Diese Leistung unterstreicht einen breiteren Trend robuster Vermögensperformance und Anlegervertrauen, angetrieben durch eine Kombination aus günstigen Marktbedingungen und sich entwickelnden Anlagestrategien. Dieses außergewöhnliche Wachstum ist auf ein generell positives Anlageumfeld zurückzuführen, in dem die meisten Anlageklassen Bargeld übertroffen haben. Wie Matt Bartolini, Global Head of Research Strategists bei State Street Investment Management, feststellte: „Es war einfach ein positives Renditeumfeld für Vermögenswerte. Ich denke, wir haben Zuflüsse gesehen, die auf eine Art „Risk-on“-Verhalten zurückzuführen sind, aber auch auf die positive Performance von Vermögenswerten.“ State Street, ein wichtiger Akteur mit über 5 Billionen US-Dollar an verwalteten Vermögenswerten, hat dieses Phänomen bei seiner globalen Kundenbasis aus erster Hand beobachtet. Die Dynamik in Richtung der Marke von 1 Billion US-Dollar an jährlichen Nettozuflüssen war besonders stark und übertraf die Leistung des Vorjahres um mehr als einen Monat. Prognosen deuten darauf hin, dass die ETF-Zuflüsse für das Gesamtjahr bis zu 1,35 Billionen US-Dollar erreichen könnten, wobei festverzinsliche ETFs eine bedeutende Rolle spielen. Diese Instrumente haben ihre Popularität und Nützlichkeit über traditionelle passive Strategien hinaus erweitert und umfassen nun aktivere Ansätze mit nachweislichen Erfolgsbilanzen, die erhebliche Zuflüsse anziehen. Neben festverzinslichen Anlagen verzeichnen auch Gold-ETFs einen bemerkenswerten Aufschwung und sind auf dem besten Weg, neue Jahresrekorde aufzustellen. Dieser Anstieg fällt mit der eigenen Rekordperformance von Gold zusammen, wobei die Preise konstant über 4.100 US-Dollar pro Unze gehandelt werden. Der SPDR Gold Trust ETF, ein führender physisch besicherter Gold-ETF, hat in diesem Jahr Rekordzuflüsse gemeldet, ebenso wie sein kleinerer Pendant, der SPDR Gold MiniShares Trust ETF.

Faktoren, die die positive Entwicklung von Gold unterstützen

Mehrere makroökonomische und geopolitische Faktoren tragen zu einer günstigen Aussicht für Gold bei. Dazu gehören eine anhaltende Inflation, die das Ziel der Federal Reserve übersteigt, erhöhte globale Instabilität, erwartete Zinssenkungen und Bedenken hinsichtlich der US-Schulden und Defizite. Ein schwächerer US-Dollar und institutionelle Veränderungen bei Zentralbanken wie denen in Japan, gepaart mit fortgesetzten Goldkäufen durch Zentralbanken weltweit, stärken die Attraktivität von Gold als sicherer Hafen weiter. Trotz der starken Preisentwicklung des Edelmetalls deutet eine Analyse der physischen Tonnage in Gold-ETFs darauf hin, dass die aktuellen Bestände immer noch unter früheren Höchstständen liegen. Dies deutet darauf hin, dass es noch Spielraum für weitere Preissteigerungen bei Gold gibt, da die Angebotsdynamik keine einschränkende Rolle zu spielen scheint. Die Performance von Edelmetall-ETFs erstreckt sich auch auf Silber. Sowohl Gold als auch Silber haben in diesem Jahr eine deutliche Preissteigerung erfahren, wobei insbesondere Silber seine höchsten Niveaus seit Anfang der 1980er Jahre erreicht hat. Dieser Trend spiegelt sich in den Zuflüssen und Bewertungen wichtiger Silber-ETFs wie dem Aberdeen Physical Silver Shares ETF und dem iShares Silver Trust wider, die beide Rekordhöhen erreichen oder erreicht haben.
Lena Hoffmann
Autor
Deutschland

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