JPMorgan Chase & Co. hat sein Kursziel für Bloom Energy deutlich angehoben und signalisiert damit großes Vertrauen in die Wachstumsperspektiven des Unternehmens, angetrieben durch die steigende Nachfrage aus dem Rechenzentrumssektor. Dieser überarbeitete Ausblick unterstreicht die entscheidende Rolle von On-Site-Stromerzeugungslösungen in einer Ära, die von künstlicher Intelligenz und einem unstillbaren Bedarf an stabiler, emissionsarmer Energie geprägt ist.
Die Investmentbank hat ihr Kursziel für Bloom Energy (BE) auf 90 US-Dollar pro Aktie verdoppelt und die Empfehlung "Overweight" beibehalten. Diese Anpassung spiegelt die Anerkennung der erheblichen Aktienperformance des Unternehmens im bisherigen Jahresverlauf wider, die Gewinne von über 300 % verzeichnet hat. Dieser bemerkenswerte Anstieg ist größtenteils auf die zunehmende Akzeptanz der Brennstoffzellentechnologie von Bloom Energy durch Rechenzentrumsbetreiber zurückzuführen, die eine zuverlässige Energieunabhängigkeit suchen und die Belastung der bestehenden Netzinfrastruktur verringern wollen.
Während das neue Kursziel darauf hindeutet, dass die Aktie nahe ihrem aktuellen Niveau gehandelt werden könnte, heben die Analysten von JPMorgan das Potenzial für Aufwärtspotenzial hervor, wenn Bloom Energy seine Produktion erfolgreich skalieren und größere Bestellvolumina sichern kann. Analyst Mark Strouse von JPMorgan merkte an, dass die Transparenz für Investoren in Bezug auf den Auftragsbestand von Bloom begrenzt ist, da Kunden aus dem Rechenzentrumssektor die Offenlegung von Bestelldetails oft einschränken. Dennoch behält JPMorgan eine positive Einschätzung bei und erwartet weitere Vertragsabschlüsse.
JPMorgan prognostiziert, dass Bloom Energy zusätzliche Vereinbarungen mit bestehenden Kunden wie American Electric Power (AEP) und Oracle (ORCL) abschließen wird. Darüber hinaus wird erwartet, dass der expandierende Energiemarkt, der untrennbar mit der Digitalisierung und der Verbreitung von Rechenzentren verbunden ist, neue Möglichkeiten für das Unternehmen eröffnen wird. Die Bank weist auch darauf hin, dass die Produktionsstätte von Bloom, die im vergangenen Jahr zu 35-40 % ihrer Ein-Gigawatt-Kapazität ausgelastet war, bereits eine höhere Auslastung in ihrem Aktienkurs widerspiegelt.
Die wachsende Nachfrage nach Rechenzentrumskapazitäten, gepaart mit der Notwendigkeit einer zuverlässigen und umweltbewussten Energieversorgung, positioniert Bloom Energy als wichtigen Akteur in der sich entwickelnden Energielandschaft. Sollte das Unternehmen eine konstante Auftragseingangskette nachweisen und seine Anlagenproduktivität steigern, könnte es die aktuellen Markterwartungen übertreffen. Solche Entwicklungen würden die optimistische Einschätzung von JPMorgan weiter untermauern und die Position von Bloom Energy in einem zunehmend anspruchsvollen Markt für Stromversorgungssicherheit und -zuverlässigkeit festigen.